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Neues aus dem Presbyterium

Diesem Beitrag möchte ich zwei Zitate des griechischen Philosophen Heraklit (500 vor Christus) voranstellen, die unsere gegenwärtige Situation recht gut beschreiben:

„Die einzige Konstante im Universum ist die Veränderung“ und „Viele Dinge zu wissen, bedeutet noch nicht, sie zu verstehen“.

Oder in meinen Worten: Wir sind mit zahlreichen Veränderungen auf verschiedenen Ebenen konfrontiert und wenn wir geglaubt haben, wir wüssten, wie es weiter geht, dann sind wir oft im Irrtum. Und wenn wir wissen, wie es weiter geht, verstehen wir nicht unbedingt, warum dies so ist. Dies mag als Einleitung und zur Verwirrung genügen.

Nun habe ich die Aufgabe, in diesem Beitrag zu beschreiben, was uns beschäftigt, wie wir auf Herausforderungen reagieren und wie wir weiter Gemeinde aktiv gestalten. Wir können unsere Gemeinde nicht unabhängig von gesellschaftlichen strukturellen Veränderungen in der Kirche insgesamt denken. Einfach so weiter machen, wie bisher geht nicht und doch sollten wir nicht nur verändern, sondern auch bewahren.

Zur Einschätzung der Situation fällt mir ein Kirchenlied von Martin Gotthard Schneider ein, das Ihnen bekannt sein dürfte:Schiff

„Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt, fährt durch das Meer der Zeit. Das Ziel, das ihm die Richtung weist, heißt Gottes Ewigkeit. Das Schiff, es fährt vom Sturm bedroht durch Angst, Not und Gefahr, Verzweiflung, Hoffnung, Kampf und Sieg, so fährt es Jahr um Jahr. Und immer wieder fragt man sich: Wird denn das Schiff bestehn? erreicht es wohl das große Ziel? Wird es nicht untergehn?“

Vor welchen Herausforderungen stehen wir – welche Stürme bedrohen unser Schiff?

Unsere Gemeinde schrumpft. Ende 2025 gehörten ihr 3527 Gemeindeglieder an. Im Kirchenkreis gab es Ende 2022 96.363 Gemeindeglieder, Ende 2025 noch 87.573 und diese Zahl dürfte Ende des Jahres unter die 85.000 Grenze fallen. Wir werden weniger.

Udo Arnoldi hat nach 28 Jahren in Neheim seinen Ruhestand angetreten und Gabi Hirsch wird Anfang des kommenden Jahres folgen. Wir werden keinen eigenen Pfarrer/in der Gemeinde haben.

Das Pfarrhaus wird nicht länger benötigt. Was wird aus dem Gebäude und wo bringen wir unser Gemeindebüro unter?

Dies sind nur einige Fragen, die uns beschäftigen.

Wie geht es weiter? Hierzu möchte ich mit der dritten Strophe des Liedes „Vertraut den neuen Wegen“ überleiten.

Vertraut den neuen Wegen, auf die uns Gott gesandt! Er selbst kommt uns entgegen. Die Zukunft ist sein Land. Wer aufbricht, der kann hoffen in Zeit und Ewigkeit. Die Tore stehen offen. Das Land ist hell und weit.

Im letzten Blättchen habe ich geschrieben, dass wir eine pfarramtliche Verbindung mit Hüsten anstreben und uns eine Gesamtfusion aller Gemeinden in unserer Region (Arnsberg, Hüsten, Neheim, Sundern und Meschede)“ nicht vorstellen können.

Zwischenzeitlich hat sich herausgestellt, dass eine pfarramtliche Verbindung Neheim-Hüsten keine Perspektive hat. Ab dem 1.1.2027 werden wir eine pfarramtliche Verbindung mit Hüsten und Arnsberg eingehen. Innerhalb der pfarramtlichen Verbindung bleibt jede Gemeinde selbständig und eigenverantwortlich mit eigenem Presbyterium bestehen. Dies kann aber nicht bedeuten, dass jeder so weiter macht wie bisher. Die pfarramtliche Verbindung sollte dafür genutzt werden, weiter aufeinander zu zugehen und bestehende Kooperationen weiterzuentwickeln. Als Pfarrerinnen werden Ulrike Rüter und Claudia Schäfer für uns zuständig sein.

Unterstützt werden diese von unserer Prädikantin Steffi Schumacher, die ihr Amt als Kirchmeisterin aufgegeben hat und sich stärker bei den Gottesdiensten engagieren wird. Michaela Hollein und Volker Olschewsky werden eine Ausbildung zum Prädikantenamt beginnen. Eine gute Entwicklung.

Das Amt des Kirchmeisters wird Volker Olschewsky übernehmen und von Evelyn Simon als Stellvertreterin unterstützt werden. Ihm wiederum wird Carolin Ortlieb als Jugendpresbyterin folgen. Anke Burgard wird zusätzlich zu ihren Stunden in unserer Gemeinde, die Nachfolge der Sekretärin in Hüsten antreten, die in Ruhestand geht. Es gibt viel Bewegung und Bereitschaft, Neues auszuprobieren.

Für 2030 steht eine Vereinigung aller Gemeinden der Region an. Wie diese gestaltet werden kann, stellt eine große Herausforderung dar. Wie können in dieser „Großgemeinde“ regionale Besonderheiten erhalten bleiben, wie soll ein lebendiges Gemeindeleben gestaltet werden? Die Fragen sind klar, Antworten müssen gefunden werden.

Wir haben unser Schutzkonzept „sexuelle Gewalt“ verabschiedet und werden dieses mit Leben erfüllen.

Mit dem Stichwort Gemeindeleben möchte ich fortfahren und zum Ende kommen:

Unsere Gemeinde ist eine lebendige Gemeinde mit vielen engagierten Menschen. Jeder und jede ist eingeladen und willkommen. Sie sind eingeladen mitzuwirken und mitzugestalten, sei es beim Blättchen, beim ökumenischen Gebet, in den Gruppen und Kreisen. Wir freuen uns über neue Ideen und Anregungen. Neue Wege bedeuten, dass Bestehendes neu gedacht werden und manches auch aufgegeben werden muss. Die Jahreslosung die Jahreslosung der EKD aus dem Jahr 2025 „Prüft alles und behaltet das Gute“ soll unser Wegweiser sein.

Vieles wäre noch zu sagen oder zu ergänzen. Schauen Sie einfach vorbei, sprechen Sie uns an und werfen Sie einen Blick auf unsere Website.

Ihnen allen wünsche ich Gottes Segen

Wolfgang Faber

Gottesdienstzeiten

Sonntags

9.30 Uhr in der Christuskirche

An Feiertagen gelten gelegentlich Sonderzeiten.

 
Die Öffnungszeiten der Christuskirche

vom 01.04. bis 31.10

freitags 15 - 17 Uhr
sonntags 15 - 17 Uhr

keine Öffnung vom 27.12. bis 31.03

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Kontakt

Gemeindebüro

Anke Burgard

Burgstraße 11,
59755 Arnsberg

Telefon: 02932 46 25 20
Fax: 02932 / 46 25 85
E-Mail: gemeindebuero.neheim (at) evkirche-so-ar.de

 

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