Im Rahmen der 66. Aktion unter dem Motto „Wandel säen“ schult die Partnerorganisation Ripple Effect in Burundi, Frauen in nachhaltiger Landwirtschaft und klärt sie über gesunde Ernährung auf. Burundi zählt weltweit zu den Ländern mit der größten Ernährungsunsicherheit. Fast jedes zweite Kind unter fünf Jahren ist unter- oder mangelernährt.
Die Auswertung der ersten Phase des Projekts zeigt: Unsere Arbeit trägt Früchte! So erhöhte sich die Ernährungssicherheit im Projektgebiet von 58 auf fast 75 Prozent – das heißt, drei von vier Familien haben inzwischen das ganze Jahr über genug zu essen. Der Anteil der Familien, die täglich drei Mahlzeiten aus eigener Produktion zu sich nehmen, liegt heute bei fast 93 Prozent. Und: Nur noch 1,3 Prozent der Kinder unter fünf Jahren sind unterernährt! Auch die Beteiligung von Frauen an den Entscheidungsprozessen in der Familie hat sich dank des Projektes von ca. 50 Prozent auf 75 Prozent erhöht.
Lediglich ein Ziel hat das Projekt noch nicht erreicht: Nur jeder vierte Mann beteiligt sich an der Hausarbeit. Angestrebt hatte Ripple Effect 50 Prozent. Doch der nötige Bewusstseinswandel braucht Zeit. Auch in der nächsten Projektphase wird das Thema Gleichberechtigung daher eine zentrale Rolle spielen.
Ebenfalls eine wichtige Rolle wird in den kommenden drei Jahren die Anpassung an den Klimawandel einnehmen. Denn Dürren und Überschwemmungen stellen auch für Kleinbauernfamilien in Burundi eine immer größere Bedrohung dar.
Um die Projekte mit den Partnerorganisationen vor Ort durchführen zu können, ist Brot für die Welt auf die großartige und verlässliche Unterstützung der Menschen in den Kirchengemeinden angewiesen. Jede Spende hilft! Dafür sagen wir ganz herzlich Danke!
Dank der Unterstützung von Ripple Effect kann Bäuerin Claudine Hashazinyange ihre Kinder inzwischen ausreichend und gesund ernähren.

Foto: Kathrin Harms/Brot für die Welt
Teilnehmerinnen einer Spargruppe bearbeiten das Feld, das sie mit Unterstützung von Ripple Effect als Gemeinschaft gepachtet haben. Sie terrassieren den unebenen Boden und setzen schnellwachsendes Gras an den Rand ihres Feldes, das den Wind abhält und so Erosion verhindert.

Foto: Kathrin Harms/Bort für die Welt