Herrnhuter Losungen

Tageslosung vom 27.11.2020
Herr, vor dir liegt all mein Sehnen, und mein Seufzen ist dir nicht verborgen.
Wisst, dass euer Glaube, wenn er bewährt ist, Geduld wirkt.

Gedanken zum Palmsonntag

Palmsonntag 2020

Das Evangelium des Sonntags: Der Einzug Jesu in Jerusalem (Joh 12,12-19)

Als am nächsten Tag die große Menge, die aufs Fest gekommen war, hörte, dass Jesus nach Jerusalem kommen werde, nahmen sie Palmzweige und gingen hinaus ihm entgegen und schrien: Hosianna! Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn, der König von Israel!

Jesus aber fand einen jungen Esel und setzte sich darauf, wie geschrieben steht (Sach 9,9): Für-chte dich nicht, du Tochter Zion! Siehe, dein König kommt und reitet auf einem Eselsfüllen.

Das verstanden seine Jünger zuerst nicht; doch als Jesus verherrlicht war, da dachten sie da-ran, dass dies von ihm geschrieben stand und man so an ihm getan hatte.

Die Menge aber, die bei ihm war, als er Lazarus aus dem Grabe rief und von den Toten auf-erweckte, bezeugte die Tat. Darum ging ihm auch die Menge entgegen, weil sie hörte, er ha-be dieses Zeichen getan.

Die Pharisäer aber sprachen untereinander: Ihr seht, dass ihr nichts ausrichtet; siehe, alle Welt läuft ihm nach. -

Der Predigttext für Palmsonntag 2020: Die Salbung in Betanien (Mk 14, 1-9)

Und als er in Betanien war im Hause Simons des Aussätzigen und saß zu Tisch, da kam eine Frau, die hatte ein Alabastergefäß mit unverfälschtem, kostbarem Nardenöl, und sie zerbrach das Gefäß und goss das Öl auf sein Haupt. 

Da wurden einige unwillig und sprachen untereinander: Was soll diese Vergeudung des Salböls? Man hätte dieses Öl für mehr als dreihundert Silbergroschen verkaufen können und das Geld den Armen geben. Und sie fuhren sie an.

Jesus aber sprach: Lasst sie! Was bekümmert ihr sie? Sie hat ein gutes Werk an mir getan. Denn ihr habt allezeit Arme bei euch, und wenn ihr wollt, könnt ihr ihnen Gutes tun; mich aber habt ihr nicht allezeit. Sie hat getan, was sie konnte; sie hat meinen Leib im Voraus gesalbt zu meinem Begräbnis. Wahrlich, ich sage euch: Wo das Evangelium gepredigt wird in der ganzen Welt, da wird man auch das sagen zu ihrem Gedächtnis, was sie getan hat.

Gedanken zu Palmsonntag 2020

In diesem Jahr fällt der Palmsonntag zusammen mit dem „Lies-eine Straßenkarte-Tag“ am 5. April. An diesem Tag soll man sich ohne Navi oder GPS nur mit einer Karte orientieren. Und als Bonusaufgabe die Karte auch wieder richtig zusammen falten. Ich bin sicher, Sie sind ohne weiteres dazu in der Lage.

Von einer Straße hören wir auch im Evangelium vom Palmsonntag: Jesus zieht in Jerusalem ein. Die Menschen bilden ein Spalier, stehen stumm, winken mit Palmwedeln, legen ihm mit ihren Kleidern einen „roten Teppich“ aus, grüßen ihn und rufen „Hosianna!“ Einige sind wohl auch in ihren Häusern geblieben, sehen vielleicht aus dem Fenster zu oder vom Dach. Die Jünger ziehen mit Jesus - hinter, neben ihm – unsicher, was jetzt geschehen wird. Die Pharisäer tuscheln abgewandt und machen ihre Pläne. Einige die jetzt „Hosianna“ rufen, werden später „Kreuzigt ihn!“ schreien. Einige der Jünger, die Jesus begleiten, werden später davon laufen, Jesus verraten, verleugnen.

Der Palmsonntag ist wie der „Lies-eine Straßenkarte-Tag“ ein Aufruf zur Orientierung. Wo stehe ich auf dieser Straße? Juble ich Jesus von Ferne zu? Wende ich mich ab und gehe lie-ber meiner Wege? Bleibe ich ganz in seiner Nähe? Halte ich mich zu meiner Gruppe, meinen Freunden und warte ab, was die tun?

Der Palmsonntag 2020 ist noch in anderer Hinsicht ein Tag der Orientierung. Gehe ich den Weg der Angst oder der Hoffnung? Natürlich sollte ich in dieser Zeit nur von fern grüßen. Aber wen grüße ich und wessen Nähe suche ich – auch aus der Distanz? Viele Menschen sind erstaunt, dass auf einmal ein Nachbar anruft, eine Freundin von früher sich meldet, Unbekannte ihre Hilfe anbieten. Jesus am Palmsonntag begibt sich in die Not, ganz in die Nähe des Schmerzes und der Angst der Menschen.

Menschen legen ihre Kleider auf seinen Weg. Vielleicht nicht nur die aufgebrauchten, alten Sachen. Vielleicht ihr schönstes Shirt mit Pailletten. Vielleicht ihren Lieblingspulli, ein Sonntagskleid. So wie die Frau in Betanien ihr Kostbarstes gibt. So wie einige einen Kuchen backen für die Nachbarin, die ziemlich anstrengend ist. So wie einer für andere einkauft, ob-wohl er selbst genug zu tun hat. So wie jemand betet für die Flüchtlinge auf Lesbos, wo doch die Sorge um das eigene Leben schon genug ist. Man kann das Unsinn und Verschwendung nennen. Man kann das auch Liebe nennen. Bei der Liebe hört das Rechnen auf. Da kann man nur noch staunen und sich freuen. Und „Unsinn!“ sagen, aber mit einem Lächeln. Gut, dass Jesus so eine Liebe widerfährt in seiner schwersten Zeit. Gut, dass uns so eine Liebe wider-fährt manches Mal. Gut, dass Jesus unsere Nähe sucht – trotz unserer Orientierungslosigkeit, trotz unserer Angst, trotz der Kälte, mit der wir manchmal ihm und anderen Menschen be-gegnen. Er will sich aber trotzdem zu uns halten. Man kann sagen: Das ist gefährlich. Das ist Verschwendung. Vergebene Liebesmüh. Wir können aber auch staunen und unsere Hoff-nung setzen auf das Ausmaß dieser Liebe.

Etwas, was man tun könnte am Palmsonntag:

Ein Festkleid: Welche Kleidung trägst Du? Stell Dir vor – Jesus reitet darüber. Über Deine Kleidung.

Und vielleicht nimmst Du wirklich und jetzt ein Kleidungsstück und legst es auf den Boden. Und wenn etwas grünt in Deiner Wohnung oder in Eurem Haus – legst Du es dazu.

Oder Du ziehst Dich gleich nach dem Gottesdienst um – für das Mittagessen und den weiteren Tag, ziehst Dich um wie zu einem Fest.

Erinnern und Erzählen: Denke an ein gutes Werk, das in der vergangenen Woche an Dir getan wurde. Und erzähle davon. Jetzt in Deiner Hausgemeinschaft – oder schreibe es je-mandem oder rufe jemanden an und erzähle es.

Singen:

Tochter Zion, freue dich, jauchze laut, Jerusalem!

Sieh, dein König kommt zu dir, ja er kommt, der Friedefürst.

Tochter Zion, freue dich, jauchze laut, Jerusalem!

Ja, das ist ein Adventslied. Aber es passt auch gut zur Geschichte vom Einzug in Jerusalem. Und fast jeder kennt die Melodie und kann es singen.

Beten:

Komm, Jesus Christus, auch in unsere Straßen und Häuser.

Komm zu mir und meinen Lieben, auch zu denen, die ich jetzt nicht sehen kann.

Komm zu den Kranken, zu den Menschen die keinen Besuch bekommen können.

Komm zu denen, die sich um andere sorgen, die um Verstorbene trauern.

Komm zu denen, die für andere da sind und Mut und Kraft dazu brauchen.

Komm und mach Mut zu Liebestaten ohne Berechnung, zu Würde und Hoffnung in der Angst. Hosianna, sei gegrüßt!

Vater unser im Himmel …

Ein Gruß von Pfarrerin Karin Neumann-Arnoldi

Notfallseelsorge

Notfallseelsorge bietet einen neuen Kurs an In über 150 Einsätzen im Jahr 2018 standen Notfallseelsorgerinnen und -seelsorger Menschen im Kreis Soest in Krisensituationen zur Seite.
Hilfe zur Selbsthilfe, Menschen wieder handlungsfähig machen – das ist kennzeichnend für diese Arbeit. Aber auch: Abschied nehmen können von verstorbenen Kindern oder Erwachsenen, von Menschen, die von jetzt auf gleich nicht mehr Teil des engsten Umfeldes sind.

Um weiterhin ein verlässliches Begleitungsangebot machen zu können, braucht die Notfallseelsorge Verstärkung und sucht weitere ehrenamtliche Mitarbeitende.
- Menschen, die eine sinnvolle Herausforderung suchen und sich engagieren wollen
- Menschen, die sich auf die seelische Not anderer einlassen können
- Menschen, die bereit sind, Zeit zur Verfügung zu stellen
- Gesucht werden interessierte Frauen und Männer, ab ca. 30 Jahren, belastbar und mit Lebenserfahrung, die bereit sind, sich für die „Erste Hilfe für die Seele“ schulen zu lassen und in der Rufbereitschaft der Notfallseelsorge mitzuarbeiten.
Es wird eine qualifizierte Ausbildung angeboten, die alle wesentlichen Aspekte des Betätigungsfeldes der Notfallseelsorge umfasst.
Der neue Kurs ist für das Jahr 2020 geplant und soll im Kreis Soest stattfinden. Er umfasst 80 Stunden Theorie und wird sich etwa über sechs Monate erstrecken.

Ein Informationsabend findet statt am 05.12.2019 um 19.00 Uhr im Pankratiushaus in Anröchte, Untere Kirchstraße 2. Anmeldung ist erbeten.

An der Mitarbeit in der Notfallseelsorge Interessierte können sich melden bei:

Pfarrer Sven Fröhlich
Tel.: 02947-3966
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Melden Sie sich gerne auch dann, wenn Sie diese Information erst nach dem 05.12.2019 erhalten sollten!

Gottesdienstzeiten

Sonntags

10.00 Uhr in der Christuskirche

An Feiertagen gelten gelegentlich Sonderzeiten.

 Öffnungszeiten der Christuskirche

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